Nachhaltiges Website-Hosting? Das geht!

Das Internet ist inzwischen ein fester Bestandteil unseres Lebens geworden – gerade jetzt, im Zeitalter von Homeoffice und Social Distancing, greifen wir für viele Aktivitäten auf die digitale Welt zurück.

Aber jeder Klick im Netz verbraucht leider Unmengen an Strom. Deswegen sollten wir auch beim Webhosting möglichst auf nachhaltige Alternativen zurückgreifen.

Was ist ein grüner Hosting-Anbieter eigentlich?

Zunächst einmal fragt man sich vielleicht, was einen grünen Webhosting-Anbieter auszeichnet. Das eindeutigste Merkmal ist, dass die Server des Anbieters mit Ökostrom betrieben werden. Dabei sollten die Server möglichst energieeffizient arbeiten.

Besonders ausgeklügelte und umweltbewusste Rechenzentren erlauben beispielsweise die Kühlung der Server mit Außenluft. Und es wird sogar daran geforscht, ob die entstehende Abwärme der Server für industrielle Zwecke genutzt werden kann.

Idealerweise haben die Hosting-Anbieter ökologisches Handeln fest in ihre Unternehmenskultur verankert und bemühen sich auf allen Ebenen ihres Handelns um stetige Verbesserungen im Umwelt- und Ressourcenschutz.

Neben einem hohen Energieverbrauch ist der Bedarf an Hardware für das Hosting nicht außer Acht zu lassen. Da ist es schön zu hören, wenn der Betreiber sich Gedanken um das Recyceln ausrangierter Hardware macht.

Warum sollte man sich für einen grünen Hoster entscheiden?

Unsere digitalen Aktivitäten verwenden eine ganze Menge Strom. Nicht nur unser Laptop zu Hause, sondern auch die gesamte Infrastruktur einschließlich der Server, auf die du zurückgreifst, um im Internet zu surfen oder Daten in einer Cloud zu speichern.

Laut Borderstep Institut hat sich 2020 der Strombedarf der Rechenzentren und Server in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um sieben Prozent auf 16 Mrd. kWh erhöht. Das ist mehr, als die gesamte Stadt Berlin im Jahr 2020 benötigt hat – nämlich 12,8 Mrd. kWh.

Die IT-Infrastruktur benötigt also immer höhere Strommengen und die derzeitigen Umstände führen zusätzlich dazu, dass Leute mehr denn je für Arbeit, Freizeit und dem Verbinden mit Freunden und Verwandten digitale Wege einschlagen.

Wenn du eine eigene Website besitzt, überlege doch mal, ob ein nachhaltiger Webhoster für dich in Frage kommt. So kannst du zu CO2-Reduktionen und zur Schonung unserer Umwelt beitragen. Zumal die preislichen Unterschiede oft gar nicht so hoch sind.

Worauf solltest du bei nachhaltigen Website-Hostern achten?

Der Webhoster sollte eindeutig kommunizieren, auf welchen Ökostromlieferanten er zurückgreift. Wird Transparenz hinsichtlich dieses wichtigen Faktors geboten, kannst du einen kurzen Blick auf den Ökostromanbieter werfen.

Am unkompliziertesten ist es, wenn du nachschaust, wie gut der Ökostromanbieter in Vergleichsportalen abschneidet, beispielsweise hier oder hier.

Kriterien für die Bewertung sind häufig:

  • Wird der Strom zu 100 Prozent durch erneuerbaren Energien erzeugt?
  • Hat der Anbeiter keine Anteilnahme am Betrieb von Kohlekraftwerken?
  • Bemüht sich der Stromanbieter um das Wachstum erneuerbarer Energien, etwa durch eigene Neuinstallationen?

Eine Recherche lohnt sich, denn bei Ökostromanbieter gibt es teilweise sehr große Unterschiede hinsichtlich der Umweltfreundlichkeit. Falls du schonmal für deinen eigenen Haushalt nach grünen Stromanbietern recherchiert hast, weißt du das sicherlich schon.

Weiterhin ist es ein gutes Zeichen, wenn sich der Webhoster über die Wahl des Stromlieferanten hinaus zu umweltbewussten Handlungen verpflichtet und ein ehrliches Engagement zu Nachhaltigkeit zeigt.

An dieser Stelle sei kurz angemerkt, dass das digitale Zeitalter natürlich noch mit vielen ungelösten Umweltproblemen behaftet ist. Für die viele Hardware müssen Erzvorkommen in verschiedenen, häufig ärmeren Gegenden der Welt geplündert werden. Die Herstellung der Computerbauteile erfordert viel Energie sowie den Einsatz starker Säuren und Laugen. Zusätzlich erzeugt die Schnelllebigkeit der Techbranche immer größere Berge an Elektroschrott.

Hoffnung machen da Unternehmen die Schritt für Schritt etwas verbessern wollen. Einige Webhoster recyceln Bauteile intern in ihren Rechenzentren oder sorgen für eine längere Nutzung ihrer Komponenten.

Welche Anbieter von Öko-Webhosting eignen sich?

Die gute Nachricht: Es gibt schon einige Anbieter für grünes Webhosting, für die ihr euch entscheiden könnt. An dieser Stelle möchten wir euch drei davon vorstellen, die in Sachen Umweltschutz und Fortschrittlichkeit einiges zu bieten haben.

manitu, die ihren Strom von den Stadtwerken St.Wendel beziehen:
Die Server von manitu müssen weniger stark gekühlt werden, da die Serverräume hierfür besonders ausgeklügelt konzipiert wurden. Das führt gemeinsam mit einer speziell entwickelten Software zur Regulation der Server zu Einsparungen des Stromverbrauchs.

greensta, mit Strom von Green Planet Energy:
Auch das Team von greensta hat fleißig an energiesparsamen Servern gearbeitet. Sie zeigen außerdem ihr entschiedenes Engagement etwa auch darin, auf Elektromobilität für ihre firmeneigenen Autos zu setzen.

raidboxes kriegen ihren „Saft“ von der Energiedienst AG:
Das Versprechen von raidboxes klingt vielversprechend: Für jede dort gehostete Seite pflanzen die Mädels und Jungs einen Baum. Genauer gesagt pflanzen lokale Dorfbewohner in den Wiederaufforstungsprojekten diesen Baum, wodurch gleichzeitig deren Armut bekämpft wird.

Fazit zu grünem Webhosting

Wie du siehst, gibt es einige interessante Entwicklungen im Bereich des nachhaltigen Webhostings. Es ist inzwischen recht unkompliziert, die eigene Website auf einen ökologisch und sozial verantwortungsvollen Hoster umzuziehen. Kostspielig ist es ebenfalls nicht, es gibt natürlich wie beim konventionellen Hosting ein Spektrum an Preisen und Dienstleistungen. Generell sind die Kosten aber vergleichbar.

Seid ihr eures Handelns sehr bewusste Menschen, vertraut deswegen euer Geld ökologischen und sozialen Banken an und habt schon seit eh und je einen Ökostromtarif, dann könnte grünes Webhosting vielleicht euer nächster Schritt sein.

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